Rabenvögel sind schuld am Verschwinden des Niederwildes aus der Feldflur und am Rückgang der Wiesenbrüter

 
Der Rückgang des Niederwildes ist in allererster Linie eine Funktion der äußerst raschen und tiefgreifenden Umgestaltung seines Lebensraumes, der freien Feldflur, verursacht durch die Mechanisierung und Intensivierung der Landwirtschaft. In denselben Zeiträumen nach dem II. Weltkrieg, in denen die Niederwildbestände bis auf die heutigen Tiefststände sanken, gingen auch die Corviden-Bestände der freien Landschaft zurück. Eine Dezimierung der Niederwild- und Wiesenbrüterbestände kann nicht den Corviden angelastet werden. 
Wenn im Gefolge der massiven anthropogen verursachten Umgestaltung der Landschaft Fälle auftreten, in denen Rabenvögel dadurch geschwächte Populationen anderer Arten weiter dezimieren, dann vollenden die Corviden sozusagen das Werk anderer; denn als Generalisten würden sie die Suche nach selten gewordener Beute aufgeben, wenn diese ihnen nicht unnatürlich leicht erreichbar geworden wäre. Solange aber nicht ausreichend geeignete Habitate zur Verfügung stehen, ist auch die Entnahme von Prädatoren wirkungslos, da höhere Bestandsdichten der Beutetiere nicht allein durch Erhöhung ihres Bruterfolges zu erreichen sind.
 
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