Vorurteile gegen Aaskrähe, Elster und Eichelhäher

Rabenvögel vermehren sich "ungezügelt", erreichen "unnatürlich" hohe Bestandsdichten und nehmen ohne Bejagung Überhand

Alle Rabenvogelarten sind K-Strategen, d.h. ihre Bestandsgröße, -dichte und die Bestandsentwicklung richten sich nach der Kapazität des jeweiligen Lebensraums. Dies bedeutet, daß eine Rabenvogelpopulation maximal so weit anwachsen kann, wie es die auf diese Population einwirkenden Lebensraumbedingungen erlauben. Eine "unnatür- liche" Bestandsdichte kann es daher nicht geben.
Eine Bejagung reduziert zwar kurzfristig die Individuenzahl, doch Zuwanderung und/oder eine dadurch induzierte Erhöhung des Bruterfolgs läßt die Population innerhalb kürzester Frist wieder auf den vom Lebensraum bestimmten Wert anwachsen. Da die Population bei Erreichen der Kapazitätsgrenze des Lebensraums nicht weiter anwachsen wird, wird sie also auch ohne das Zutun des Menschen innerhalb bestimmter Werte begrenzt. "Überpopulationen" kann es daher nicht geben.
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