Elster (Pica pica) - Brutpaardichte und Bruterfolg:

 
Die Elster brütet zwischen März und Juli, die Revierabgrenzung beginnt bereits im Herbst des Vorjahres und erste Nestbauhandlungen treten schon im Januar auf. 
Ein lockerer Zusammenhalt der Familie bis in den Winter kommt vor. 
Adulte bleiben das ganze Jahr über mehr oder weniger standorttreu im Brutgebiet. 
Jungvögel streifen in einem Umkreis von bis zu 4-7 km umher. 
Brutzeit-Territorien sind ca. 10 ha, Aufenthaltsgebiete ca. 30 ha und Aktionsräme bis über 60 ha groß.

Elstern sind einjährig geschlechtsreif, doch erfolgt die erste Brut meist erst zwei-, z.T. dreijährig. 
Nach Störungen des Brutgeschäftes bauen Elstern bis zu drei bebrütete Ersatznester. 
Der Bruterfolg der Elster liegt zwischen 0,8 - 2,5 Flüggen/Brutpaar, wobei der Bruterfolg von Siedlungselstern geringer ist als von Feldelstern. 
2/3 der geschlüpften Jungen kommen noch im Nest um; fast 2/3 der Flüggen überleben die ersten 6 Wochen nicht. 
Die wichtigsten Todesursachen sind Prädation und Nahrungsmangel. 
Die Reproduktionsrate liegt bei ca. 15% potentiell Reproduktionsfähige/Brutpaar.

Computer-Simulationen zur weiteren Bestandsentwicklung der genau untersuchten Ulmer Elstern-Population zeigen, daß mit einem weiteren Anwachsen nicht gerechnet werden kann; 
eher ist auch im städtischen Gebiet von einer Stagnation auszugehen. 
Die Feldelstern werden weiter abnehmen und eine Bejagung, selbst bei vergleichsweise geringen Strecken, würde für diese Populationen ein extrem hohes Extinktionsrisiko innerhalb weniger Jahre bedeuten.